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Jeep: Willy’s Enkel feiern Jubiläum

Jeep

ELECTRIC WOW / 17.07.2026.

Jeep: Willy’s Enkel feiern Jubiläum

Posted by: Mag. Severin Karl

Zu 85 Jahre Jeep geht es mal wieder ins Gelände. Avenger und Compass zeigen, dass elektrifizierte Allradsysteme mehr als Schotterstraßen bewältigen können.

Als Stellantis-Marke sind auch bei Jeep sogenannte Multi-Energy-Plattformen im Einsatz. Und das wird ausgenutzt. Wer mit den beiden Modellen des aktuellen Portfolios  liebäugelt, kann frei wählen. Den Avenger gibt es als Mildhybrid (48 Volt) und als Stromer, nun kommt nach einer Pause wieder ein reiner Benziner samt Handschaltung hinzu. Als Highlight wurde soeben der 4xe vorgestellt: Ein 48-Volt-Modell mit zusätzlicher E-Hinterachse und mehr Leistung als bisher. Beim größeren Compass heißt es: Mildhybrid, Plug-in-Hybrid und drei Mal Elektro.

Locker über den Felsuntergrund

Die aktuellsten Highlights konnten wir Offroad bewegen, also den Avenger 4xe sowie den Compass 4xe. Wobei das Kürzel beim C-SUV einen Stromer mit Dual-Motor bezeichnet. Auch hier stehen mehr Power und mehr Geländekönnen im Fokus. Den Compass als Plug-in-Hybrid führten wir über Asphalt.

Nachdem in Österreich die Allrad-Nachfrage bei Jeep ungebremst hoch ist, wie Markenleiter Florian Ferstl erwähnt, freut sich der Importeur über den wichtigen Zuwachs im Portfolio. Auf verschiedenen Gelände-Parcours zeigen die Modelle, wie sie die Vorteile elektrischen Allrads ausspielen. Der knapp 4,1 Meter lange Avenger wird nur ein paar Mal umgeleitet, während der 4,55 Meter lange Compass sämtliche Hürden aller Routen nehmen darf. Mit einer Lockerheit geht es über groben Felsuntergrund, durch die Verschränkungsstation, durch den Wasserlauf und weitere Offroad-Abschnitte, dass es eine Freude ist. Beeindruckend sind die bei den 4xe-Modellen eigens gestalteten Stoßfänger für größere Böschungswinkel. Selbst wenn man damit rechnet, gleich aufzusitzen, geht es munter weiter.

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Modellvielfalt, ergo viele Preise

Für den Avenger hat Jeep zum Jubiläum das Sondermodell „85th Anniversary“ aufgelegt. Polsterung mit Tartan-Muster, 18-Zöller in Goldoptik und ein beleuchteter Kühlergrill sind nur einige der vielen Details, die das Modell ausmachen. Bei 30.700 Euro startet der Geburtstags-Benziner, als Elektro werden schon 38.600 Euro fällig. Marktstart des Sondermodells ist im Oktober. Grundsätzlich ziert der Zusatz 4xe beim neuen Modelljahr des Avenger ab 32.310 Euro das Heck. Der günstigste Avenger Elektro kommt auf 34.800 Euro.

Preislich gibt es zwischen den Modellen durchaus eine Schnittmenge, denn als Mildhybrid (145 PS) kostet der Compass ab 36.930 Euro. Als Elektro mit 213 PS und 74-kWh-Batterie sind es bereits 46.100 Euro. Soll es der Long Range (96 kWh) mit 231 PS sein, stehen 49.600 Euro auf dem Preiszettel – bessere Ausstattung ist dann aber auch gleich an Bord. Und: Die andere Batterie glänzt mit kürzerer Ladezeit! 27 statt 31 Minuten vergehen beim Long Range von 20 auf 80 Prozent Aufladung. Der neue 4xe ist mit 375 PS ohne Frage das Topmodell. 4,9 Sekunden auf 100 km/h! Schön, dass auch der Allradler die 600-Kilometer-Schwelle bei der Reichweite knackt. Nur Preise gibt es noch keine dafür.

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Mit 41.800 Euro befindet sich der 225 PS starke Plug-in-Hybrid nicht nur motorisch in der Zwischenwelt. Der Fronttriebler soll 94 rein elektrische WLTP-Kilometer erreichen können und selbst bei entladener Batterie ein Effizienzkünstler sein. Sichtlich bemüht man sich hier, die klassischen PHEV-Kontra-Argumente zu entkräften.

Finde die Schildkröte

Was uns beim Fahren aufgefallen ist, ist nicht zuletzt das Head-up-Display mit besonders großen Zahlen. Mehr Rekuperation gibt es auf Knopfdruck, auch für die Fahrmodi steht ein eigener Schalter bereit: „Selec Terrain“ heißt das bei Jeep, die sieben Gummiriffeln mit gutem Grip erinnern an das legendäre Kühlergrilldesign. Vorbildlich heutzutage sind das Panoramadach mit dunklem Sonnenrollo und der mittige Lautstärke-Drehregler. Hinten gibt es zwar reichlich Platz für Passagiere, nur deren Füße hätten unter den Vordersitzen gern mehr Raum. Spannend sind die zahlreichen Ablagen, nicht zuletzt oberhalb vom Handschuhfach (griffig gummiert) – waren die nicht längt ausgestorben? Immer wieder witzig ist die Suche nach spielerischen Easter Eggs, den optischen Gags der Designer. Wer schaut schon so genau auf die Fußmatte, wo sich eine Schildkröte Richtung Meer aufmacht!

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