ELECTRIC WOW / 07.10.2026.
L03: Der neue Einsteiger in die Xpeng-Welt
Posted by: Mag. Severin Karl
Xpeng wächst. Weltweit und mit ganz neuen Produkten vom AI-Roboter bis zum persönlichen Fluggerät. Doch heute geht es uns rein um das Wachstum in Österreich, denn nach dem Start mit zwei Modellen wächst das Portfolio mit Einführung des L03 bereits auf fünf Modelle und die Langversion des großen SUV-Modells G9 (also: G9L) steht ebenso schon in den Startlöchern. Was ist der L03? Vorerst das Einstiegsmodell der Chinesen. Ein äußerst schickes SUV-Coupé mit 4,65 Meter Länge und reichlich Ausstattung, das ab 36.600 Euro beginnt und in der Vollfettstufe 47.600 Euro kostet. Extras gibt es kaum, nur Lackierungen und eine Anhängerkupplung kostet Aufpreis. Warum "vorerst das Einstiegsmodell"? Wie gesagt, Xpeng wächst. Und ein noch kleineres Modell wurde uns bei den Testfahrten des L03 mit Ausgang in Basel bereits in Aussicht gestellt.
Alles drin, alles dran
Ja, man kann immer auf das Topmodell aus sein und noch mehr wollen. Aber! Geht es um die grundlegenden Ausstattungen, sind alle L03 gleich. Und grundlegend heißt bei diesem schnittig designten Chinesen: 4-Zonen-Sprachassistent, Panoramaglasdach, Ambientebeleuchtung mit 256 Farben, Surround-Sound-System mit 9 Lautsprechern, Wärmepume, beheizte & belüftete Sitze, ein 15,6 Zoll großer Touchscreen und ein 26,8 Zoll großes Head-up-Display – um nur einige Features zu nennen, die woanders gern Aufpreis kosten.
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Bis 236 kW trotz 400 Volt
Das waren die Ausstattungen, aber natürlich gibt es Gründe, sich nicht das Basismodell zu nehmen. Es heißt nämlich mit Namenszusatz Standard Range, was darauf hinweist, dass hier die 58,3 kWh (brutto) große LFP-Batterie verbaut ist. Ab dem Modell Long Range (ab 39.600 Euro) sind es 71,2 kWh (brutto), wodurch die mögliche Reichweite von 445 auf 520 Kilometer (WLTP) steigt. Soll es Allrad sein, muss der Performance her. Dann steigt die Leistung von 245 PS auf 388 PS, dafür sinkt die Reichweite wieder auf 440 Kilometer. Kein Für ohne Wieder!
Während die größeren Brüder durch ihre 800-Volt-Technologie auffallen, bleibt Xpeng beim L03 bei 400 Volt, was aber dennoch für 193 (Standard Range) bzw. 236 kW (alle anderen) Ladeleistung am DC-Charger reicht. Top!
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Performance Ultra – mehr geht nicht
High-Tech-Aficionados werden auf den L03 Performance Ultra warten, der erst 2027 kommt, den wir aber bereits fahren konnten. Er kostet ab 47.600 Euro und ist äußerlich durch die gelben Bremssattel-Abdeckungen und die 20-Zoll-Räder zu erkennen. Was ihn wirklich ausmacht, sind die Turing-Chips, mit denen die künstliche Intelligenz bestmöglich beim Fahren unterstützen soll. Das reicht vom flexiblen Parkassistenten in unmarkierten Bereichen oder dem einen bestimmten Weg Zurückfahren aus aussichtslosen Situationen (nach vorn geht es leicht, zurück würde man kräftig ins Schwitzen kommen, wenn es etwa um Schlangenlinien rund um City-Hindernisse geht), bis zum Next Generation Pilot, bei dem es um assistiertes Fahren geht. Auch der aktive Spurwechselassistent ist im großen Paket an Bord. Wer solche Dinge so oder so lieber abschaltet: Schaut, ob ihr Allrad benötigt oder lieber eine hohe Reichweite und greift dann zum passenden Modell. Sound-Freaks haben Pech: Durch die Anlage mit 18 Lautsprechern muss es wohl der Ultra sein!
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Erste Fahrt mit niedrigem Verbrauch
Für die Fahrgäste ist reichlich Platz an Bord. Vorne sowieso, aber auch hinten sitzt man trotz der abfallenden Linie sehr bequem und ausreichend luftig. Am linken Platz lässt sich aus der Rückbank eine Schublade herausziehen, was an seelige Van-Zeiten erinnert oder die im Boden versteckte Ablage beim Renault Mégane. Zurück nach vorn, wo sich die Sitze beim Topmodell in ein Massagestudio verwandeln. Ziemlich genial: Nachdem nicht nur die Lehne, sondern auch das Sitzpolster über die Massagefunktion verfügt, werden endlich auch Bereiche erwischt, die auf langen Strecken tatsächlich ermüden. Popo und Oberschenkel freuen sich! Wie man es von Xpeng und vielen anderen modernen Autos gewohnt ist, finden sich kaum Tasten im Cockpit. Selbst die Außenspiegel sollten tunlichst vor der Fahrt eingestellt werden, weil man das Menü über den Screen aufrufen muss (verstellt wird dann mit den Lenkradtasten – wie etwa bei Polestar). Die vierstufige Rekuperation konnte auf der ersten Fahrt überzeugen, wäre die Verstellung nicht über den Screen könnte man sie besser ausnutzen. Will man aufgrund der gerade vorherrschenden Situation plötzlich frei rollen oder akut mehr rekuperieren, geht sich das mit dem Eintauchen ins Menü nocht aus. Gang schön vielversprechend fanden wir den Verbrauch. Xpeng gibt beim Performance Ultra 18,4 kWh an, wir haben auf einer kommod-gemischten Strecke (Stadt/Bergstraßen/Autobahn) ohne Vollgasanteile 13,8 kWh verbraucht, ohne uns gewollt zurückzuhalten. Rein auf der Autobahn waren wir meist bei ca. 16 kWh.
Was im Alltag gegen den L03 spricht, ist das Kofferraumvolumen (367 Liter). Für ein doch so großes Auto kein Ruhmesblatt, auch wenn der Frunk (89 Liter bzw. 44 Liter bei den Allradlern) zumindest Ladekabel und Kleinzeug schluckt.
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| Xpeng L03 | Standard Range | Long Range | Performance | Performance Ultra |
| Leistung | 245 PS | 245 PS | 388 PS | 388 PS |
| Drehmoment | 264 Nm | 264 Nm | 431 Nm | 431 Nm |
| Beschleunigung | 7,5 sek. | 6,6 sek. | 4,5 sek. | 4,5 sek. |
| Vmax | 180 km/h | 180 km/h | 180 km/h | 180 km/h |
| Batteriekapazität (brutto) | 58,3 kWh | 71,2 kWh | 71,2 kWh | 71,2 kWh |
| Reichweite | 445 km | 520 km | 440 km | 440 km |
| Verbrauch (WLTP) | 15,3 kWh | 16 kWh | 18,4 kWh | 18,4 kWh |
| AC-Laden | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW |
| DC-Laden | 193 kW | 236 kW | 236 kW | 236 kW |
| Preis | 36.600 Euro | 39.600 Euro | 42.600 Euro | 47.600 Euro |