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Neue Marken erkennen – Design und Logos der Chinamarken

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ELECTRIC WOW / 05.09.2026.

Neue Marken erkennen – Design und Logos der Chinamarken

Posted by: Mag. Severin Karl

Ja, was ist denn das? Du musst noch nicht jedes neue Modell auf Anhieb erkennen. Aber bis man die Designsprachen der Neo-Marken verinnerlicht hat, kann man zumindest einmal deren Logos lernen. Ganz ehrlich: Wie viele dieser chinesischen Autos hättest du gleich zuordnen können?

Der Single-Frame-Kühlergrill, die Nieren, das Scudetto, der Seven-Slot-Grill und viele weitere Merkmale wie bestimmte Licht­signaturen, Dachlinien, C-Säulen-Formen etc. haben sich punkto Autodesign fix in unsere Netzhaut eingebrannt. Ein Fahrzeug einer bekannten Marke muss lediglich im Augenwinkel erfasst werden. Man muss gar nicht lange überlegen, was da gerade vorbeigefahren ist. Nun steht eine Armada neuer Marken in den Showräumen und wir haben eine Menge vorerst unbekannter Namen zu lernen. Und mit dazu natürlich die gestalterischen Züge, in denen sich diese Fahrzeuge unterscheiden. Aber: Tun sie das überhaupt?

China rules!

Gerne würden wir nun von geografischer Vielfalt sprechen und auch Marken wie Fisker oder Lucid erwähnen. Doch erstere ist mittlerweile insolvent (ein paar Exemplare des Fisker Ocean sieht man dennoch durch Österreich stromern), zweitere verschiebt ihren Marktstart Jahr für Jahr. 
Somit: China rules! Nach den fast schon etablierten Marken MG und BYD sind 2025 und vor allem 2026 wieder einige neue Namen in der Alpenrepublik aufgetaucht. Leapmotor, Nio, Xpeng, Lynk & Co sowie zuletzt Geely und Aion zählen beim Schwerpunkt Elektroautos dazu. Und tatsächlich: Wer nicht gerade beruflich mit Autos zu tun hat, dürfte bei einer Begegnung auf der Straße zunächst einmal vor einem kleinen Zuordnungsproblem stehen. SUV? Ja. LED-Leiste? Ja. Versenkte Türgriffe? Auch. Großzügige Räder und eine coupéhafte Dachlinie? Ebenfalls keine Seltenheit. Die globale Designsprache des modernen Autos ist längst eine gemeinsame.

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Die Unterschiede stecken im Detail

Ganz ohne eigene Handschrift kommen die neuen Marken aber nicht daher. Bei Xpeng etwa fallen die extrem schmalen Lichtgrafiken und die glatt­flächige, technische Front auf. Die Modelle tragen teilweise eine über die gesamte Breite integrierte Leuchtengrafik. Lynk & Co setzt dagegen auf hoch angesetzte, eigenständig wirkende Leuchten und eine Front, die deutlich überhaupt nicht mehr nach klassischem Kühlergrill aussieht. MG pflegt einen relativ konventionellen Auftritt und hat den Vorteil des traditionsreichen Sechskant-Logos. Einen MGS5 und einen MGS6 unterscheidet man vielleicht nicht auf Anhieb, aber das Gespür für die Marke entwickelt sich schnell. BYD setzt stärker auf eine eigenständige Licht- und Frontgrafik. Die Modelle wirken untereinander zwar nicht völlig aus einem Guss, wiederkehrende Elemente wie die schmalen Scheinwerfer, die fließenden Karosserielinien und das teils fast futuristische Frontdesign schaffen aber einen gewissen Familienzusammenhalt. Besonders gut lässt sich BYD inzwischen an der Kombination aus Leuchten und dem relativ glattflächigen „Gesicht“ erkennen.

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Von rahmenlosen Türen zur skulpturalen Gestaltung

Auch Leapmotor entwickelt einen eigenen Stil, rahmenlose Türen gehören dazu. Geely wiederum tritt mit einer vergleichsweise ruhig gezeichneten Front und klaren Flächen auf. Und dann wäre da noch Nio. Die Marke setzt auf eine ausgesprochen cleane, fast skulpturale Gestaltung. Charakteristisch sind die hoch positionierten, schmalen Leuchtenelemente und die darunterliegenden Sensor- und Kameramodule, die den Fahrzeugen einen beinahe blickenden Gesichtsausdruck verleihen. Das alles reicht noch nicht für einen „Scudetto-Moment“. Ein Auto der neuen Marken wird derzeit wohl deutlich seltener allein an seiner Front erkannt als ein BMW, Jeep oder Alfa Romeo. Doch genau das ist auch eine Frage der Gewöhnung.

Design muss man lernen

Denn auch die heute unverwechselbaren Markengesichter waren nicht immer selbstverständlich. Die BMW-Niere musste sich über Jahrzehnte ins kollektive Gedächtnis einbrennen. Dasselbe gilt für Audis Singleframe oder Volvos „Thor’s Hammer“. Erst die ständige Wiederholung macht aus einem Gestaltungselement einen Erkennungscode.
Die neuen Marken haben dabei einen kleinen Nachteil: Sie müssen sich diesen Platz im Gedächtnis erst erarbeiten – und treten gleichzeitig mit einer Vielzahl ähnlich proportionierter Fahrzeuge gegeneinander an. Wenn in fünf Jahren an jeder zweiten 
Kreuzung ein Xpeng, Geely oder Leapmotor steht, dürfte die Zuordnung schon wesentlich leichter fallen.

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Eine Frage der Wiederholung

Vielleicht lautet die Antwort auf die Eingangsfrage deshalb: Ja, sie sehen sich teilweise erstaunlich ähnlich. Aber nein, sie sehen nicht alle gleich aus. Die charakteristischen Linien, Leuchten und Fronten sind bereits da. Nur unsere Augen haben sie noch nicht gelernt. Marken­design ist eben keine Frage des ersten Blicks. Es ist eine Frage der Wiederholung.

Viele weitere Chinamarken stehen bereits in den Startlöchern, wir haben hier nur die gängigsten davon berücksichtigt, die bereits in Österreich zu kaufen sind.

Das sind die Logos (Bild unten)

  • BYD (1) und Aion (2) mit Schriftzug
  • Geely (3) mit sechs Kästchen
  • LP für Leapmotor (4)
  • Minimalismus bei Lynk & Co (5)
  • Gelerntes MG-Logo (6)
  • Nio (7) will Himmel und Erde darstellen
  • Xpeng (8) erklärt sich mit dem X von selbst