ELECTRIC WOW / 16.04.2026.
Firefly im Test: Kleiner ganz schön groß
Nach und nach wird das Segment der rund vier Meter langen Elektroautos immer spannender. Doch während die meisten eher versuchen, preissensible Kunden anzusprechen, wendet sich die Nio-Schwestermarke mit dem gleichnamigen Kleinwagen an jene, denen Design, Qualität und lässige Features wichtiger sind.
Tolle versteckte Ablagen
Wie die Linsen eines Smartphones wirken die so genannten „Trio Scheinwerfer“, deren Look am Heck Wiederholung findet. Dazu bündige Türgriffe und eine breite C-Säule, die optisch wie ein Bügel über das schwarze Dach reicht: ungewohnt, aber durchaus pfiffig. Vom Auftritt des Firefly darf man sich aber nicht täuschen lassen. Auf der Kürze wurden nicht nur Platz für 404 Liter Kofferraum gefunden, es steht auch ein weiterer Kofferraum vorn bereit – mit 92 Liter richtig großzügig. Darüber hinaus finden sich große Ablagefächer unter dem Beifahrersitz und unter dem Rücksitz hinter dem Beifahrer.
Ein Urlaub zu viert ist so locker drin! Wenn man denn mit der Reichweite zurechtkommt, auf der Autobahn (Wohlfühltempo sind 115 km/h, maximal sind 150 km/h drin) gelingem bei Wintertemperaturen im besten Fall 200 Kilometer, der WLTP-Wert verspricht mit 330 Kilometer auch keine großen Sprünge. Das DC-Laden mit maximal 100 kW spricht ebenso dafür, Reisen eher im näheren Umfeld zu planen. Beim Fahren im urbanen Bereich bleibt der Kleine aber brav, dann sind locker auch 14-kWh-Verbräuche möglich, wer es drauf anlegt, schafft 12 kWh.
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Menüvielfalt für Alltagssituationen
Wer möchte, ist mit 143 PS dafür der Held, in 8,1 Sekunden spurtet man auf 100 km/h. Das eckige Lenkrad greift sich gut an, auch die Tasten darauf sind gut erfühlbar. Je nach Wunsch lassen sich die Tempomatschritte einstellen (1 oder 5 km/h), auch die Fahrassistenz ist schnell individualisiert. Überhaupt kann man sich für Feineinstellungen durch Menüs wie in einem Großen hangeln, selbst an Haustier- oder Nickerchen-Modi wurde gedacht. Auch möglich: „Bei Regen, Fenster schließen“ – stark! Die Interaktion ist immer frisch und spaßig, das fängt bei den bunten Radiosender-Kacheln am 13,2-Zoll-Screen an und geht bis zur Sprachbedienung. Lumo, die Stimme im Firefly, schlägt sogar sinnvolle Alternativen vor, wenn sie etwas nicht verstanden hat. Es gibt echte Außenspiegel und zusätzlich digitale Bilder beim Blinken. Mit App am Handy erspart man sich die Keycard. Das helle Interieur unseres Testwagens ist optional.
Datenkasten
| Modell | Firefly Select |
| Leistung | 143 PS (105 kW) |
| Drehmoment | 200Nm |
| 0–100 km/h | Vmax | 8,1 s | 150 km/h |
| Getriebe | Antrieb | 1-Gang aut. | Hinterrad |
| Reichweite | Batterie | 330 km (WLTP | 41,2 kWh |
| Ø-Verbrauch (WLTP) | 14,5–15,2 kWh/100 km |
| Laden AC | 11 kW, k. A. (0-100 %) |
| Laden DC | 100 kW, 29 min (10-80 %) |
| Kofferraum | 404-1253 l |
| Länge | Breite| Höhe | 4003 | 1885 | 1557 mm |
| Testautopreis | NoVA | 30.870 € (inkl.) | 0 % |