ELECTRIC WOW / 19.05.2026.
Alpine Werk Dieppe: Der Tradition verpflichtet
Posted by: Mag. Severin Karl
Als erstes vollelektrisches Modell brachte Alpine die A290 auf den Markt. Nachdem es sich dabei um einen Zwilling des Renault 5 E-Tech Electric
handelt, wird sie im nordfranzösischen Renault-Werk Douai produziert. Erst mit der A390 – unseren ersten Test finden Sie in dieser Ausgabe – wurde das Alpine-Traditionswerk in Dieppe elektrifiziert. Fans der Marke spitzen aber vor allem beim nächsten Modell, das in der Normandie vom Band rollen wird, die Ohren: Die nächste Generation des Sportwagens A110 wird elektrisch!
Alpine ist futuREady
Denn Alpine treibt die Expansion der ursprünglich 1955 gegründeten Marke voran. Der Produktions-Neustart als 100-prozentige Renault-Tochter erfolgte 2017 mit der A110 – stets mit Vierzylinder-Benzinmotoren. Die sogenannte „Manufacture Alpine Dieppe Jean Rédélé“ soll auch künftig das Herzstück der Marke bleiben. Renault hat einiges mit Alpine vor, immerhin wurden 2025 erstmals über 10.000 Fahrzeuge in einem Jahr neu zugelassen – konkret waren es 10.970 Exemplare. Am Strategietag futuREady
wurden die Ambitionen für das weitere Wachstum bestätigt.
>> Weiterlesen: Alpine A390 im Test – Präzisionswerkzeug für den Alltag
Darauf beruht die neue A110
Alpine Performance Plattform (APP) heißt das Zauberwort für die Übersetzung sportwagentypischer Leichtigkeit ins Elektrozeitalter. Die ikonische Silhouette der A110 soll bewahrt werden, eine Gewichtsverteilung von 40:60 (vorne/hinten) wird angepeilt. Eine hohe Energiedichte der Zellen ermöglicht geringes Gewicht und rasche Ladezeiten, 800-Volt-Technik ist fix. Für Leistung mit ultraschneller Steuerung und ein herausragendes Drehmoment wird eine neue hintere elektrische 3-in-1-Achse mit dualem E-Motor entwickelt. Ein Hightech-Gehirn, Active Torque Vectoring und eine tief liegende Sitzposition sollen dafür sorgen, dass die A110 ein echtes Fahrerauto wird. Gut, dass Alpine in Le Mans seit 2024 ein eigenes Markenzentrum hat.