ELECTRIC WOW / 19.05.2026.
Skoda Peaq: Der Gipfel des Elektrischen
Posted by: Mag. Heinz Müller
„Kronen Zeitung“, „Kurier“, „autorevue“, „Alles Auto“ und wir: Das waren jene Medien, die Ende März den noch getarnten Skoda Peaq am Comer See fahren durften. Und zwar als allererste europäische Medien überhaupt, gleich in der ersten Gruppe am Montagvormittag. Wobei: Wirklich auf all seine Stärken und Schwächen testen konnten wir das Auto nicht, war die Fahrt doch im Konvoi. Und auch der Werksfotograf im Auto vor uns wollte bei diesem herrlichen Wetter seine Bilder machen, denn schon für den Nachmittag waren Wolken angesagt …
Enthüllung vor dem Sommer
Also werden wir über die Straßenlage des knapp 4,90 Meter langen Fünf- bis Siebensitzers erst final berichten, wenn wir den Peaq zu einem längeren Test empfangen. Doch das kann noch dauern: Denn enthüllt wird das Auto erst kurz vor dem Sommer, dann startet die Produktion in Mladá Boleslav. Und bis der Peaq in Österreich eintrifft, wird es wohl Spätherbst werden.
Angetrieben wird das Auto rein elektrisch, die Batteriegrößen werden vorläufig nur mit 60, 90 und 90x angegeben – wobei das kleine x hinter dem Neunziger auf den Allradantrieb bei der stärksten Version verweist. Die Leistungsspanne liegt zwischen 204 und 299 PS.
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Wir tippen auf etwa 60.000 Euro
Skoda ist mächtig stolz darauf, dass keine andere Marke im Konzern so ein Auto anbieten wird, also auch nicht Volkswagen (wo aber der ID. Buzz als Personenshuttle in der Palette wartet). Jetzt werden Sie natürlich wissen wollen, welches Budget Sie für den Peaq einkalkulieren müssen. Hier wird Škoda den bisherigen Pfad nicht verlassen. Soll heißen: ungefähre Preisparität mit dem Kodiaq, auch wenn der Verbrenner um 11 Zentimeter kürzer ist und 17 Zentimeter weniger Radstand bietet. Auch die schon in der Basis stärkere Motorisierung des Peaq im Vergleich zum Kodiaq sollte natürlich in die Berechnung einbezogen werden, sodass wir auf einen Basispreis von etwa 60.000 Euro tippen. Das wird vom Importeur zumindest mit einem Augenzwinkern quittiert; Details wird es erst kurz vor der Jahresmitte geben, wenn auch der Bestellstart erfolgt.
Vorne wartet erstmals ein Frunk
Was noch auffällt: Als erstes E-Auto von Skoda hat der Peaq (zusätzlich zu bis zu 1.010 Liter Kofferraum) einen Frunk. Nur 37 Liter, aber immerhin. Auch das Kofferraum-Rollo kann, wenn es nicht mehr gebraucht wird, vorne untergebracht werden. Simply clever wie all die üblichen Details, mit denen der tschechische Hersteller schon seit Jahren überrascht und die natürlich auch der Peaq an Bord hat.
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400-Volt-Architektur
Einziges Manko, wenn man so will: Im Gegensatz zu Siebensitzern ähnlicher Größe, die (z. B. Hyundai Ioniq 9) mit 800 Volt ausgestattet sind, hat der Peaq nur eine 400-V-Architektur. Das Laden von 10 auf 80 Prozent ist bei der größeren Batterie in 28 Minuten erledigt, der kleine Akku ist eine Minute schneller so weit. Und die Reichweite? Noch fehlt die Bestätigung, doch mehr als 600 Kilometer sollten drin sein. Auch das werden wir zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen.