ELECTRIC WOW / 02.11.2026.
Test: Mini Aceman SE – Klein, britisch, flink
Posted by: Johannes Richter
Mini war schon immer Anders, auch wenn sie sich manchmal in stärker umkämpfte Märkte begeben haben, schaffen sie es doch immer irgendwie daraus auszubrechen. Der Aceman ist ein knapp über vier Meter langes SUV. Davon gibt’s doch ein paar. Dennoch ist die Spezialität von Mini, eben genau nicht mit den anderen in einem Topf zu finden zu sein. Wer sich in den Aceman in stilechtem british racing green begibt, der steigt in ein Go-kart. Da zählen andere Werte als Verbrauch, Preis oder Reichweite. Da zählen die 218 PS, die schicke Optik und das Premium-Gefühl beim Einsteigen. Deshalb ist auch der Preis eher Nebensache.
Stadt, Land, Oh Yeah!
Trotzdem sollte man nicht unerwähnt lassen, dass der Aceman mit unter 15 kWh/100km nicht wirklich Stromhungrig ist, auch bei flotter Fahrweise bleibt er entspannt. Türlich ist die Autobahn ein anderes Thema und der WLTP-Wert von 384 Kilometern lässt sich nur im Drittelmix erreichen. In der Stadt beziehungsweise im Urbanen Gebiet überbietet er jedoch sogar den Normwert. Die maximale DC-Ladeleistung ist mit 95 kW nicht berühmt, reicht aber für die 49 kWh große Batterie aus, um sie in einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent zu bekommen. Der Kofferraum ist mit 300 Litern auch kein Gewinner im Autoquartett. Also was ist es, dass man gern zum Händler geht und die über 48.000 Euro, wie beim Testwagen, mit einem Lächeln bezahlt. Es ist das Oh-Yeah-Gefühl beim Einsteigen, beim Losfahren, bei jeder Kurve, bei jedem Ankommen. Das ist ein Auto, das nicht Rational ist. Es macht glücklich, es ist cool und es ist ein Kleinwagen mit hohem Ansehen.
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